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Kapitel 5:

FKK Oceans Düsseldorf

Ein Festmahl während der Pest

Einmal führte ich eine Diskussion mit einem Bekannten aus Kuwait über das Problem mit Frauen in Deutschland. Er war geschäftlich bei mir, und ich versuchte, seine Freizeit zu organisieren: ein Spaziergang durch Düsseldorf, Restaurants und Cafés. Dieses Thema interessierte ihn jedoch nicht besonders, da er in der muslimischen Welt aufgewachsen ist, wo nichts Menschliches fremd ist und – trotz Kopftüchern und jahrhundertealter Traditionen – Sex trotzdem existiert. In der arabischen Welt gibt es Familie und Kinder, und somit auch Zukunft.

Er sagte, er wolle mir etwas zeigen. Rief ein Taxi, und wir fuhren los. Ich merkte sofort, dass wir die Stadt verließen. Auf meine Frage, wohin wir fahren, antwortete er nicht – er sagte nur: Überraschung. Wir hatten im Restaurant ein wenig Whisky getrunken und lachten mit dem Taxifahrer darüber, was uns wohl erwarten würde. Der Fahrer wusste genau, wohin wir fuhren. Diese Adresse kannte er auswendig, denn er brachte jeden Tag eine große Anzahl von Männern dorthin. Es war ein warmer Samstagabend.

Als das Auto anhielt, sah ich ein großes, quadratisches Gebäude mit roten Fenstern. Auf dem Parkplatz stand ein riesiger Hubschrauber (ein Denkmal) und viele teure Autos. Aus einigen Fenstern waren sexuelle Schreie zu hören. Ich spürte einen Adrenalinschub. In der warmen Sommerluft lag der Geruch von Sex und Freiheit, der aus diesem magischen, quadratischen Schloss strömte. Der Taxifahrer wünschte mir viel Glück.

Das war eine Sexfabrik.
Eines der berühmtesten Bordelle Düsseldorfs.
Übersetzt: Oceans.

In der Halle stand hinter der Bar eine schöne Frau, eindeutig keine Deutsche, und gab gegen ein kleines Entgelt Badeutensilien aus: Bademantel, Handtuch und einen Schlüssel für ein Schließfach, in dem man seine Sachen lassen konnte. Durch die halb geöffneten Tore des Paradieses drangen Frauenlachen und leiser House-Sound. In der Luft lag der Duft teurer Damendüfte und Sex. Mein Blutdruck stieg. Plötzlich sprang eine völlig nackte Göttin auf hohen Absätzen aus dem Edem heraus, warf etwas auf die Theke und rannte davon. Sie sah nicht aus wie ein Opfer, das aus purer Lebensnot in der Prostitution gelandet war. Sie war im Hoch, glücklich, schön, perfekt geschminkt und voller Lebensenergie.

Wir machten alles nach den Regeln: zogen uns um, duschten und gingen hinein. Ich war sprachlos. Der Puls am Limit. Auf den Wangen ein Erröten, das ich zuletzt in meiner Kindheit erlebt hatte – in dem Moment, als ich heimlich in der Damentoilette spionierte. In einem riesigen Saal saßen halbnackte Frauen auf Sofas, an einer langen neonbeleuchteten Bar und auf der Tanzfläche. Sie lachten laut, machten die Kunden an, zeigten ihre Hintern und tranken Champagner. Einige tanzten auf dem Podium wie professionelle Stripteasetänzerinnen und wechselten sich dabei regelmäßig ab. Es waren etwa sechzig bis siebzig Frauen. Es war das Paradies auf Erden.

Im neonfarbenen Halbdunkel tauchten diese Hexen mit glattem schwarzen Haar und riesigen Wimpern plötzlich direkt neben dir auf. Einige von ihnen hatten dabei blaue Augen, was bei mir eine kurzzeitige Lähmung auslöste. Sie sprachen mich an, fragten, wie es mir gehe, mit starkem rumänischem Akzent. Sie lächelten und luden mich ins Zimmer ein. Die Getränke waren kostenlos, aber Alkohol interessierte mich überhaupt nicht. Es schien mir, als gingen sie nicht – sie schwebten über den Boden. Sie erinnerten an gute Hexen aus Transsilvanien. Es war mein erster Besuch in einem Bordell.

Es gab auch viele Blondinen. Man sagt, dass hellhaarige Männer dunkle Frauen bevorzugen. Und da die Deutschen überwiegend blond sind, färben sich die meisten Mädchen die Haare schwarz und gehen regelmäßig ins Solarium. Das ist Geschäft.

Ich wollte sofort loslegen. Mein Freund hielt mich zurück und sagte, ich solle mich nicht beeilen – die Auswahl sei riesig, und sie würden nicht weglaufen. In der Mehrheit waren es Mädchen aus Rumänien mit guten Figuren und europäischen Gesichtern – natürlich nicht alle, aber die Auswahl war enorm. Ich wählte die schönste und begann ein Gespräch. Versuchte, sie zu umwerben, bot Champagner an, machte Witze. Mein Humor interessierte sie überhaupt nicht. Für sie war nur wichtig, mich möglichst schnell ins Zimmer zu bringen.

Nach einiger Zeit gingen wir nach oben. In der Mitte des dunklen Zimmers stand ein großes Bett, darauf lagen vorbereitete Servietten und Küchenpapierrollen. Meine Braut zog sich blitzschnell aus und sprang auf das Bett. Ich wollte Romantik, aber ich war hungrig und wütend. Ich gab ihr alles, was ich im Bett konnte. Alles, was ich einer Frau geben konnte. Meine ganze Liebe, Wärme und Zärtlichkeit – genau das, was in Deutschland niemanden interessierte. Ich rächte mich an meiner Ex-Frau, der ich in zwölf Jahren kein einziges Mal untreu gewesen war. Ich rächte mich an den einheimischen Frauen, die mir jede Bekanntschaft verweigert und gesagt hatten, sie hätten einen Freund.

Sie hieß DiDi. Natürlich ein Künstlername. Nach meiner Frau war sie meine erste Frau in Deutschland – eine Prostituierte. Sie war sehr schön und sexy. Eine gefärbte, große Blondine mit makelloser Figur und großer natürlicher Brust. Sie arbeitete mit freier Zeiteinteilung: kam, hatte Sex zu ihrem Vergnügen, bekam Geld und fuhr nach Hause. Nach dem Sex betrachtete mich „DiDi“ lange im Halbdunkel und fragte, wer ich sei, warum ich allein sei und wo ich gelernt hätte, das mit ihr zu tun, was ich getan hatte.

Bis heute habe ich sie natürlich nicht wieder gesehen. Aber ich habe sie mir gemerkt. Danach tranken wir Wodka mit Halit, lachten mit ein paar Franzosen und schauten Striptease.

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