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Kapitel 6:

ein Festmahl während der Pest

Ganz einfach. Das Bordell ist überfüllt mit erfolgreichen Männern, die keine Frau finden können, mit der sie Kinder bekommen. Die Zimmer im Bordell sind mit Müllbehältern ausgestattet, in die gebrauchte Servietten geworfen werden. Die Reinigungskräfte müssen diese Behälter in einer einzigen Nacht mehrmals leeren.

Es gibt keine hübschen kleinen, hellhaarigen deutschen Kinder – ihre Mütter wollen sie nicht bekommen. Und ihre möglichen Väter kaufen in Bordellen Liebe für eine Stunde. Die Sexfabrik arbeitet ohne Wochenende, 24 Stunden am Tag. Nach einigen unbestätigten Angaben kann ein Bordell pro Nacht zwischen 1.000 und 3.000 Männer empfangen. Europäische Mädchen und Frauen leben derweil allein mit Hündchen. Einige gehen zum Sport, trainieren die Bauchmuskeln und würgen Halbfertigprodukte in kalten, leeren Wohnungen hinunter. Andere werden dick und verlieren das Interesse am Leben, liegen auf dem Sofa und glauben, alle Männer säßen ebenfalls zu Hause und tränken Bier in kalter Einsamkeit.

Der riesige Parkplatz ist voller teurer Autos. Die einen fahren weg, die anderen kommen an. In der Umkleide gibt es keinen Platz, alle ziehen sich um. Halbnackte Männer bereiten sich auf den Sex vor, duschen, kämmen sich. Sie wollen den Frauen gefallen. Sie geben sich Prostituierten hin, die ihnen ebenfalls keine Kinder gebären. Sex gibt es – Kinder nicht. Es gibt ein Fest, aber keine Liebe. Hier heißt Liebe „Service“.

Nach einiger Zeit werde ich alles über Bordelle erfahren und darüber, wie sich manche Besucher in Prostituierte verlieben. Doch diese Liebe existiert nur in deinem Kopf, in der Realität ist alles anders. Für sie bist du 50 Euro. Nicht mehr und nicht weniger. Und wenn du heiraten willst – warte, bis sie die im Vertrag festgelegte Zeit abgearbeitet hat, dann fährt sie zurück ins Dorf. Dann fährst du dorthin und holst sie nach Deutschland: ungeschminkt, unscheinbar, ohne Wimpern und ohne Absätze, dafür mit einer kranken Mutter, die dringend operiert werden muss. Und hier kommt Variante B ins Spiel – eine neue zu ficken. Aus der nächsten Lieferung. Gesund, jung und mit neuen Wimpern.

Trotzdem verlor ich die Hoffnung nicht, eine Frau zu treffen. Ich möchte betonen, dass ich all diese Zeit versucht habe, nach Hause zurückzukehren – obwohl ich Bordelle besuchte. Die körperlichen Bedürfnisse überwogen. Doch meine Frau blieb hart und wies mich ab. Wohnung, Geld vom Staat, Krankenversicherung und wunderschöne Kinder – mich brauchte sie nicht mehr. Sie hatte einen schon in der Ukraine lange geplanten Plan umgesetzt.

Ich meldete mich bei Tinder an. Likete eine vulgäre Person. Sie antwortete sofort, wir schrieben, wechselten zu WhatsApp.
Wie geht’s?, die ersten Fotos, der erste Anruf.

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